Die Asche von Arata Osada
Schauspiel
Wer war eigentlich Johann Heinrich Pestalozzi? Das Stück beginnt mit der scheinbar zufälligen Annäherung an diese historische Persönlichkeit: Überall sind Strassen, Schulen und Bibliotheken nach ihm benannt, im ersten Moment scheint er allgemein bekannt – aber tatsächlich weiss kaum noch jemand viel über ihn. Die Annäherung an diese Biografie wird zum Ausgangspunkt einer immer intensiver werdenden Reise, die uns von Pestalozzis Grab im Aargau über pädagogische Utopien bis nach Hiroshima führt, wo der japanische Pädagoge Arata Osada das Gesamtwerk seines Schweizer Kollegen ins Japanische übersetzt und 1945 den Abwurf der Atombombe über seiner Stadt überlebt hat. Mit Kopfhörern taucht das Publikum ein in eine immersive Klangreise zwischen Kontinenten und Jahrhunderten.
Ein Theaterabend über mögliche Vorbilder in Zeiten, die uns überfordern. Über die Erziehung nächster Generationen, wenn die Welt sich selbst zu zerstören droht. Und über die Frage: Wem schenken wir unsere rare Aufmerksamkeit und was geben wir weiter?
Die Autorin und Regisseurin Maria Ursprung ist seit 2022 Teil der Co-Leitung von Theater Marie. Nach der Gerichtsrecherche «In dubio» (2023) und der Versicherungsrecherche «Höhere Gewal» (2024) entwickelt sie ihr drittes Stück für das Tourneetheater.
Manuel Bürgin, Kathrin Veith
Kurtheater Baden und Bühne Aarau
Aargauer Kuratorium, Stadt Aarau